Schon wieder war es der 1.1., diesmal 2017.
Der Tradition folgend musste heute der Klubgipfel bestiegen werden.
Also holten wir, Elke und ich, den Frank und die Bärbel am Beuthenfall ab.
Vor ein paar Jahren hatten wir uns vorgenommen, den Schreckensteiner Turm
jedes Jahr auf einem anderen Weg zu erreichen.
Heute wollten wir über den Königsplatz gehen und als ersten Gipfel im Jahr die
Eisenspitze besteigen. In der dünnen Schneeauflage sahen wir Spuren die zum
Königsplatz führten, da wird wohl nicht einer vor uns da sein?
Am Königsplatz angekommen wurde die Aussicht bestaunt. Das sah heute sehr
interessant aus. Der Raureif hatte den Wald weiß verzaubert, die Sonne schien
durch tiefe Wolken und Dunst und brachte eine tolle Lichtstimmung in
den Wald. Der Raumberg hob sich plastisch hervor.
Aber wir waren zum Klettern hier. Schnell abgehangelt am Seil zur Eisenspitze,
der Zugang war heute schon mächtig glatt.
Kalt war es, Frank machte sich für den Vorstieg fertig, heute kam auch meine
Schnee- Bürste zum Fels kehren zum Einsatz. Der Alte Weg ist im Sommer eine
schöne und einfache II. Heute war der Fels vom Raureif der Bäume bedeckt
und die Oberfläche gefroren. Frank klettert sehr vorsichtig, als er an den
Eisenbändern ist, atmen wir auf.
Bärbel steigt nach, dann komme ich hoch. Und wir haben die Jahreserste!
Schnell einen Spruch rein ins Buch und dann runter. Aufwärmen mit
heißen Getränken und warmen Bergstiefeln.
Weiter geht es durch das Hinterhermsdorfer Revier runter zur Kirnitzsch und
an der Marienquelle vorbei. Die Quelle sprudelt heute sehr stark. Und obwohl es
kalt ist, muss ein Schlückchen des köstlichen Wassers probiert werden.
Ohne weitere Probleme erreichen wir den Dreiwinkelgrund und steigen zum
Schreckensteiner Turm hoch, der sieht noch ganz jungfräulich aus. Kurze Pause
in der Sonne, dann klettern Frank, Bärbel und ich die Var. Z. NO-Weg hoch. Der
Weg geht bei fast jedem Wetter. Er liegt aber leider im Schatten und da ist
der Fels wie immer eiskalt. Also: nie lang überlegen sondern schnell machen.
Trocken ist es heute, die Bedingungen sind ganz ordentlich. Auf dem Gipfel
scheint ein wenig die Sonne, die Aussicht in die weiß überzuckerten Wälder ist
fantastisch. Frank gönnt sich einen Gipfelqualmstengel, ich schreib in das
Gipfelbuch unter das BergHeil 2017 einen Spruch rein. Ja wir hatten wieder Glück
und am Klubgipfel die Jahreserste geholt.
Dann seilen wir zu Elke ab, die hat auf die Sachen aufgepasst. Zur Belohnung
gibt es heißen Tee, Glühwein, Knacker mit Semmel und Dresdner Stollen.
Auf dem Rückweg laufen wir durch grüne Täler und bewundern die weißen Bäume
in der Höhe. Wenn man so schaut, könnte man denken, dass die weißen Berge viel
höher sind.
Vor Vier Uhr sind wir schon wieder zurück am Auto. Das ging heute schnell.
Und der erste Tag des Jahres begann mit Jahresersten im Doppel.
Für 2018 müssen wir uns was Neues einfallen lassen, vielleicht machen wir aus
dem Doppel ein Trio?
BergHeil 2017! Wolfram

